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DVD Sammlung

Unter folgendem Link bekommt man einen aktuellen überblick über meine Filmsammlung.

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Kleiner Hinweis dazu: manche Titel sind nicht sichtbar, da sie indiziert sind. Sie können mit einem Passwort jedoch angezeigt werden, welches ich auf Anfrage bekannt gebe.
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Zuletzt gelesenes Buch

Peter V. Brett:
Das Flüstern der Nacht

Inhalt:
Das Flüstern der Nacht ist die Fortsetzung von "Das Lied der Dunkelheit" und knüpft dort an, wo der Vorgänger endete, allerdings nicht ohne zuvor die Perspektive zu ändern. Wir efahren, wie die Wüstenbewohner ihren neuen Anführer bekommen haben und wie der Konfilkt zwischen ihm und Arlen, dem tätowierte Mann, zustande kam. Und natürlich wird auch der Kampf im Norden des Landes Thesa gegen die Dämonen des Horc fortgesetzt. Doch während es die Menschen dort mit neuen, furchterregenden Gegnern zu tun bekommen, rücken die Wüstenkrieger unbarmherzig vor, um die Nordländer zu unterwerfen.

Meine Meinung:
Was für eine Fortsetzung! Ich staunte nicht schlecht, als die Handlung erst mal wieder fast 20 Jahre zurück in die Vergangenheit verlegt wurde. Ähnlich wie im ersten Teil erleben wir wieder die Entwicklung einer tragenden Figur. Dieses Mal handelt es sich um Jardir, der mit seinem Freund Abban durch die schweren Prüfungen des "Wüstenspeers" geht und sich mit Hilfe seiner späteren Hauptfrau zum Herrscher hochkämpft. Düster, brutal und spannend verbingt man so das erste Drittel des Buches, bevor sich die Handlung wieder in den Norden verlagert, wo die Menschen sich inzwischen ebenfalls bestens zu wehren wissen und den Dämonen immer mehr Wiederstand leisten und gegen sie antreten - natürlich unter der harten Führung unseres Heldentrios Arlen, Leesha und Rojer. Auch neue alte Bekannte, wie Renna, gewinnen an Bedeutung und obwohl die Menschen vereint der Bedrohnung aus dem Horc trotzen, gibt es noch genug zwischenmenschliche Auseinandersetzungen, die es liebgewonnenen Figuren das Leben schwer machen und dem Leser die Freude großer Spannung beschert. Im letzten Drittel kommt es zur ersten Zusammenkunft der beiden Kulturen aus der Wüste und aus dem Nordland und die verläuft gänzlich anders als ich es mir vorgestellt hätte. Zusätzliche Spannung wird durch eine neue Art Dämon erzeugt - den Horcling Prinz, der ein hohes Maß an Intelligenz aufweist. Wurde der erste Teil noch dominiert von einer Welt, die in Grundzügen dem finsteren Mittelalter glich, haben wir hier nun eine deutlich höhere Fantasy Komponente. Die altebwährten Zutaten (Intrigen, Mord, Konfilkte) sind zwar immer noch beigemischt, aber die Magie steht nun deutlich im Vordergrund. Hinzu kommen nun auch erstmals "fremde" Begriffe, wie Alagai, Dal'sharum oder Chin, die in der arabisch angehauchten Wüstengegend zur Anwendung kommen. Es ist dem Autor herovrragend gelungen, die erfolgreichen Zutaten aus Band 1 um neue Komponenten zu ergänzen, ohne sich zu sehr von Bewährtem zu lösen. Wie im ersten Teil wird auch hier die Geschichte wieder zufriedenstellen nach über 1000 Seiten abgeschlossen, aber das große Finale steht noch aus. Möge die Fortsetzung baldmöglichst erscheinen. Bitte...

Weitere Bücher

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Justin Cronin:
Der Übergang

Inhalt:
Das Mädchen Amy ist gerade einmal sechs Jahre alt, als es von zwei FBI-Agenten entführt und auf ein geheimes medizinisches Versuchsgelände verschleppt wird. Man hat lange nach Amy gesucht: der optimalen Versuchsperson für ein mysteriöses Experiment, das nichts Geringeres zum Ziel hat, als Menschen unsterblich zu machen. Doch dann geht irgendetwas schief – völlig schief. Von einem Tag auf den anderen rast die Welt dem Untergang entgegen. Und nur eine kann die Menschheit vielleicht noch retten: Amy Harper Bellafonte.

Meine Meinung:
Der übergang ist das perfekte Beispiel dafür, dass es für einen gelungenen Roman nicht auf das "Was" ankommt, sondern auf das "Wie". Jedenfalls dürfte die Geschichte um Militärexperimente, eine daraus resultierende Apokalypse, nach der die Welt von übermenschlichen Vampirwesen bevölkert wird und einer Hand voll Überlebender für einen Film- und Romankenner nichts wesentlich Neues hinzufügen. Spontan fielen mir beim Lesen Titel wie "The Stand", "Puls" oder "28 Days later" ein, ABER es gibt durchaus Details, in denen das Buch eigenständig ist (z.B. der Aufbau) und durch den sehr Charakter-nahen Schreibstil kann man sich bis in die letzte Nebenfigur hineinversetzen. Zumindest in jede, die etwas zur Handlung beizutragen hat. Es gibt viel Hintergrundinformation und zwischendurch schiebt der Autor immer wieder E-Mail Schriftverkehr oder Tagebuchauszüge ein, was das Ganze Konstrukt sehr abwechslungsreich und spannend gestaltet. Wer sich beim Lesen an Stephen King erinnert fühlt, liegt damit meiner Meinung nach goldrichtig, denn das buch könnte geradewegs von ihm selbst stammen. Für manche Leser mag es ermüdend sein, wenn der Autor bis in die letzten Gedanken seiner Figuren vordringt und diese beschreibt, aber für mich ist es genau das, wovon der Roman lebt und was den Leser in die Geschichte hineinzieht, anstatt daran vorbei. Ich bin jedenfalls voll des Lobes und kann die angekündigte Fortsetzung kaum erwarten. Die Handlung wird zwar abgeschlossen, aber es bleiben genug Fragen und Konflikte offen, um die handlung weiterzuspinnen.
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Aileen P. Roberts:
Thondras Kinder - Die Zeit der Sieben

Inhalt:
Ihr Schicksal ist seit fünftausend Jahren miteinander verbunden, als der Kriegsgott Thondra sie auserwählte: die Sieben, die die Welt vor dem Zerbrechen retten sollen. Immer wieder werden sie wiedergeboren, um gegen das Böse zu kämpfen, doch bisher konnten sie die dunklen Mächte nie ganz besiegen. Auch Rijana, das Bauernmädchen, und Ariac, der wilde Steppenjunge, könnten Kinder Thondras sein. Zumindest scheinen sie füreinander bestimmt zu sein. Doch erst an ihrem siebzehnten Geburtstag werden sie eines der magischen Schwerter berühren, und es wird sich zeigen, ob die Zeit der Sieben gekommen ist …

Meine Meinung:
Tja, bei diesem Buch bin ich hin- und hergerissen, wie selten zuvor. Obwohl Story (Sieben Auserwählte, verschollene Schwerter), Setting (Wald, Steppe, Insel, Berg) und Figuren (Elfen, Magier, Krieger, Trolle, ...) hinreichend aus vielen anderen Fantasy-Werken bekannt sind, bietet die Handlung genug Potenzial für eine neue Mischung des Ganzen. Leider erschwert der Schreibstil doch sehr das Lesen, was einerseits natürlich zum Teil sehr subjektiv ist, aber zum großen Teil auch nicht von der Hand zu weisen ist. Viele Passagen werden sehr oberflächlich beschrieben, Dialoge sind banal und beschränken sich fast ausschließlich auf handlungsrelevante Dinge und so fehlt über fast zwei Drittel des Buches die Nähe zu den Figuren. Ich finde einen flotten Schreibstil nicht unbedingt schlecht, aber wenn man beispielsweise eine tagelange Reise in einem Satz abtut oder einen spannenden Kampf in einem Nebensatz abhandelt, dann fühle ich mich schon etwas veräppelt. Ein Fantasy Roman lebt von Beschreibungen und der Fantasie des Autors (bzw. der Autorin) und nicht von der Fantasie des Lesers, diese verandelt lediglich die geschriebenen Worte in Bilder. Ich möchte aber auch nicht zu hart urteilen, denn ab der Hälfte ändert sich die Situation, da zwei der sieben handelnden Personen herausghoben werden und man sich somit besser hineinversetzen kann. Zudem ist die Geschichte an sich spannend und auch sehr temporeich erzählt. Wer aber wie ich von Autoren wie Tad Williams verwöhnt ist, wird dieses Buch als Rückschritt empfinden. Für Fantasy Neulinge halte ich es aber für einen sehr guten Einstieg. Die Fortsetzung werde ich ebenfalls lesen, da an einer sehr spannenden Stelle abgebrochen wird. Vielleicht (hoffentlich) ergeben sich dort stilistische Verbesserungen.
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Ben Bova:
Saturn

Inhalt:
In einem riesigen Habitat macht sich eine Gruppe von Wissenschaftlern und politischen Randgruppierungen auf einen Flug zum Saturn. Unterwegs soll an Bord eine funktionierende Regierungsform gebildet werden, doch nicht alle verfolgen die gleichen Ziele.

Meine Meinung:
Als begeisterter Leser der Romane Jupiter, Venus und Mars des gleichen Autors war ich zunächst skeptisch, wie wenig es doch um den optisch faszinierendsten Himmelsköprer unseres Sonnensystems geht. Vielmehr spielt die Politik an Bord des Habitats eine große Rolle. Es geht um Macht, Intrige und Mord. Und in all dies wird unsere Hauptfigur Susan unfreiwillig hineingezogen. Die eigentliche Berührung mit dem Planeten und seinen Ringen wird in einem Nebenplot abgehandelt, in dem ein Stuntman als erster Mensch in einem speziellen Raumanzug in das Ringesystem eintauchen will. Dieser Aspekt spielt allerings erst im letzten Drittel des Romans eine größere Rolle und genau dort läuft der Autor auch zur gewohnten Form auf. Das politische Geplänkel auf den ca. 350 Seiten zuvor könnte genau so gut auf der Erde in einer ländlichen Gegend, auf einem fremden Planeten oder sonstwo spielen. Mit dem Saturn hat das gar nichts zu tun. Spannend ist es natürlich trotzdem, wie sich die Bedrohung immer weiter ausdehnt, da die falschen Personen an Einfluss gewinnen und die Flucht- und Versteckmöglichkeiten trotz der enormen Größe des Raumschiffs begrenzt sind. Eine stärkrere Fokussierung auf den Planeten hätte mir aber besser gefallen.
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Stephen King:
Die Arena

Inhalt:
Urplötzlich stülpt sich eines Tages wie eine unsichtbare Kuppel ein undurchdringliches Kraftfeld über Chester’s Mill. Die Einwohner der neuenglischen Kleinstadt sind komplett von ihrer Umwelt abgeschnitten. Und auf einmal gilt kein herkömmliches Gesetz mehr ...

Meine Meinung:
Die Arena ist aus meiner Sicht eines der beeindruckendsten Bücher, die King je geschrieben hat. Das Szenario ist beklemmend, die "Helden" sind sympathisch, die "Bösen sind verabscheuungswürdig, wie selten zuvor. Und die Spannung steigert sich von Seite zu Seite, wenn der zweite Stadtverordnete Rennie immer mehr an Macht gewinnt und einen Polizeistaat unter der Kuppel errichtet, während unsere Helden lediglich unter Beschuss geraten und eigentlich nur eine Lösung für das Problem suchen. Die Figuren kommen jedenfalls wie gewohnt, nicht zu kurz und auch für die Kuppel gibt es eine Erklärung. Wie diese aussieht und wie das Ganze endet, sollte aber jeder selber erfahren. Noch nie vergingen 1280 Seiten so schnell wie hier.
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Ben Bova:
Mars

Inhalt:
Das größte Abenteuer der Menschheit steht unmittelbar bevor: die erste bemannte Mars-Mission. Dies ist ihre Geschichte, eine Geschichte von menschlicher Größe und Tragik - und von der unglaublichsten Entdeckung aller Zeiten.

Meine Meinung:
Eines ist klar: die Kommentare über das Buch auf der Rückseite stimmen. Was Ben Bova hier abliefert, ist faszinierend, hochspannend (gegen Ende fast unerträglich) und trotzdem so nahe an der Realität bzw. an einer Realität, wie es sie bei einer bemannten Marsmission geben könnte, dass man ihm jedes Wort glaubt. In Rückblenden oder kurzen Dossiers werden zudem die wichtigsten Charaktere mit genügend Teifgang belegt, dass man sich gut in sie hineinversetzen kann. Die 780 Seiten sind jedenfalls kaum spürbar. Und für die Fortsetzung, die es ebenfalls gibt, bleibt am Ende noch genügend Stoff übrig, ohne dass die Geschichte am Ende offen bleibt. Klasse Leistung!
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Peter V. Brett:
Das Lied der Dunkelheit

Inhalt:
„Weit ist die Welt – und dunkel …“… und in der Dunkelheit lauert die Gefahr. Das muss der junge Arlen auf bittere Weise selbst erfahren. Schon seit Jahrhunderten haben Dämonen, die sich des Nachts aus den Schatten erheben, die Menschheit zurückgedrängt. Das einzige Mittel, mit dem die Menschen ihre Angriffe abwehren können, sind die magischen Runenzeichen. Als Arlens Mutter bei solch einem Dämonenangriff umkommt, flieht er aus seinem Heimatdorf. Er will nach Menschen suchen, die den Mut noch nicht aufgegeben und das Geheimnis um die alten Kriegsrunen noch nicht vergessen haben.

Meine Meinung:
Ein weiterer Vertreter düsterer Fantasy ist Das Lied der Dunkelheit, in dem die Menschen sich nur bei Tag und auch dann nur bei Sonnenschein frei und unbeschwert im Freien bewegen können. Nachts kommen die Dämonen aus dem Horc und schlachten jeden ab, der sich nicht hinter dem Schutz von Bannzeichen befindet. In drei zeitlich versetzten Handlungen beschreib er zunächst die drei Hauptfiguren, die sich nach diversen Abenteuern am Ende zum Showdown treffen und dort jeder seinen Teil zum Erfolg beitragen muss. Die Geschichte macht zwar immer mal wieder größere Zeitsprünge, bleibt aber entlang des roten Fadens und wäre sogar abgeschlossen, wäre da nicht die letzte Seite, die die Tür für eine Fortsetzung aufreißt. Ansonsten ginge die Geschichte auch als spannender Mittelalterroman durch, denn die einzige wirkliche Fantasykomponente ist der Teil der Dämonen. Es gibt keine Trolle, Orks, Elfen oder Zwerge, sondern nur normale Menschen mit normalen Namen. Das ist mal was erfrischend anderes.
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Brom:
Der Kinderdieb

Inhalt:
Leise wie ein Schatten streift ein merkwürdiger Junge durch die dunklen Straßen von New York. Er nennt sich Peter und ist auf der Suche nach Kindern und Teenagern, die in einer aussichtslosen Situation nicht mehr weiterwissen. Peter rettet sie ... und bietet ihnen an, sie in sein magisches Reich zu führen, in dem niemand je erwachsen werden muss. Doch Peter verrät ihnen nicht, dass dort nicht nur magische Geschöpfe und das Abenteuer ihres Lebens auf sie warten, sondern auch größte Gefahr

Meine Meinung:
Schon auf der ersten Seite wurde meine bisherige Disney Vorstellung von Peter Pan vollständig zerstört, den es beginnt mit der Beinahe-Vergewaltigung eines Mädchens durch ihren Ziehvater. Dann folgen ein paar weitere Greueltaten, als Peter auf der Suche nach Kindern für seine Armee gegen den Kapitän aus purer Freude mordet. Was mit diesem Buch vorliegt ist fast schon Dark Fantasy, denn Brutalität und Düsternis steht an oberster Stelle und tragen die Atmosphäre. Und Brom gewinnt genau dadurch den Vorteil, dass man ständig in Angst um seine liebgewonnen Figuren verfällt, da man nie sicher sein kann, dass der Autor sie überleben lässt. Und so bekommen wir eine Mischung aus einem brutalen Peter Pan und einigen Mythen geboten, die einen bis zum bitteren Ende packt. Ein Jugendbuch ist das allerdings in meinen Augen nicht, gerade weil es vielleicht näher an dem wahren Peter Pan dran ist, als die Disney Geschichte.
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Stephen King:
The Stand

Inhalt:
In einem entvölkerten Amerika versucht eine Handvoll Überlebender, die Zivilisation zu retten. Ihr Gegenspieler ist eine mythische Gestalt, die man den Dunklen Mann nennt, die Verkörperung des absolut Bösen. In der Wüste von Nevada kommt es zum Entscheidungskampf um das Schicksal der Menschheit.

Meine Meinung:
The Stand ist eines jener Bücher, die bei mir jahrelang im Regal standen. Trotz meines Zeitmangels für Werke mit über 1200 Seiten, habe ich mich nun doch einem der bekanntesten und vieler Meinungen nach auch bestem Buch Stephen Kings angenommen. Die Geschichte selber ist hier gar nicht mal so originell und war es schon damals nicht, als das Buch zum ersten Mal erschien, denn es ist eine klassische Endzeit-Killervirus-Story, in der sich unterschiedliche Menschen auf ihrer Suche nach einer Lösung zu Gruppen formieren. Neu ist nur, dass sich die Gruppen in gut und böse aufteilen und jeweils Angriff und Verteidigung vorbereiten. Doch das ist nur der Rahmen für eine ausführliche Chrakterstudie aller handelnden Personen. Wer aber denkt, das sei langweilig, denkt falsch, denn genau daraus bezieht King den größten Teil der Spannung. Der Leser ist jederzeit bestens über die Lage informiert, kennt die Gefühle und Gedanken und die Pläne der einzelnen Personen und mehr als einmal hätte ich am liebsten meinen Helden zugerufen, anzuhalten, im Schrank nachzusehen, zu verschwinden oder die Klappe zu halten. Ich kann nun verstehen, warum dieser Roman Kings Meisterwerk sein soll. Es ist nicht das Was, sondern das Wie, das das Buch ausmacht.
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Karin Slaughter:
Vergiss mein nicht

Inhalt:
Es sind doch noch Kinder Ein schrecklicher Abend in Heartsdale, Georgia: Auf einem Parkplatz droht eine Dreizehnjährige einen Mitschüler abzuknallen. Vergeblich versucht der Polizeichef, die Situation zu entschärfen – das Mädchen muss erschossen werden, um das Schlimmste zu verhindern. Die ganze Stadt fragt sich ratlos, was die eher unscheinbare Schülerin in eine entschlossene Mörderin verwandelt hat. Da macht Pathologin Sara Linton bei der Obduktion des Kindes eine Entdeckung, die schockierender ist als alles, was sie bis dahin gesehen hat…

Meine Meinung:
Und ein weiterer Thriller, der schon länger bei mir im Regal stand und den ich ebenfalls sehr schnell verschlungen hatte. Ich war am Ende nicht ganz so zufrieden, wie bei Rankin, was zwei Gründe hat: auch hier handelt es sich um einen in sich abgeschlossenen Teil einer Serie, aber das Vorwissen wäre hier sehr hilreich gewesen. Und die Geschichte hat eigentlich kein echtes Ende. Das ist schade, denn es besteht eine durchgehende Spannung und auch die Auflösung ist gelungen, nur, was daraus gemacht wird, fand ich etwas überhastet und ein Stück weit zu offen. Ein paar Seiten mehr hätten vielleicht geholfen, so wirkt alles etwas unfertig und zumindest meiner Kenntnis nach gibt es keine Fortsetzung dieser Geschichte.
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Ian Rankin:
Kinder des Todes

Inhalt:
Ein blutiger Amoklauf in der örtlichen Schule erschüttert das Küstenstädtchen South Queensferry. Bei der Suche nach den Hintergründen der Tat führt Inspector Rebus in das Herz einer kleinen Gemeinschaft und ihrer verlorenen Kinder – und in seine eigene Vergangenheit bei der Special Air Force. Was hat den früheren Elitesoldaten Lee Herdman zu seiner schrecklichen Tat getrieben? Je näher Rebus der Wahrheit kommt, desto dunkler wird der Abgrund, der sich vor ihm auftut …

Meine Meinung:
Einen Ausflug ins Krimi-Fach habe ich gewagt, nachdem ich ein sehr gutes Hörbuch desselben Genres genießen durfte. Und ich wurde nicht enttäuscht. Die Handlung ist spannend und die Charaktere sind einem sehr nah, auch wenn sie teils etwas zwielichtig erscheinen. Ich habe erst später herausgefunden, dass Ian Rankin noch weitere Romane mit den gleichen Figuren im Programm hat und ich somit im Grunde einen Teil einer Serie gelesen habe. Trotzdem hatte ich nie das Gefühl, dass mit Informationen fehlen oder ich nicht mitkomme. Liest sich wie eine gute Folge der Serie CSI oder ähnliches.
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Andreas Eschbach:
Ein König für Deutschland

Inhalt:
Wir schreiben das Jahr 2009. Im Dom zu Aachen soll ein neuer deutscher König gekrönt werden. Und niemand versteht, wie es soweit kommen konnte. Einmal König sein ? die Macht haben, Dinge zu verändern. Mit gesundem Menschenverstand die Welt geraderücken. Was wäre, wenn man tatsächlich plötzlich die Möglichkeit dazu hätte? Könnten Sie der Versuchung widerstehen? Kann Simon König es? Die Frage stellt sich ihm, als er in den Besitz eines Computer-Programmes kommt, mit dem sich die Resultate von Wahlmaschinen manipulieren lassen. Was dann geschieht, hätte er sich in seinen wildesten Träumen nicht vorzustellen gewagt ...

Meine Meinung:
Und wieder hat Eschbach es geschafft, mich mit einem Thema zu unterhalten und zu faszinieren, aus dem ich nie und nimmer einen spannenden Thriller fabrizieren könnte: Wahlcomputer! Zwar übernimmt sich der Autor dieses Mal etwas mit seinen Fußnoten, die auf eine sorgfältige Recherche hindeuten und Realitätsbezug suggerieren, aber die Handlung ist trotzdem fiktiv und das ist gut so, denn so bleiben eine paar dramaturgische Freiheiten, die Eschbach gnadenlos gut zu nutzen weiß. Wie jedes einzelne seiner Bücher, ist auch dieses Werk ein glatter Durchmarsch, bei dem man sich noch viele weitere Seiten gewünscht hätte. Wie ein guter Film eben. Weiter so!
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Iain Banks:
Der Algebraist

Inhalt:
In mehreren Wellen ist die Menschheit ins All aufgebrochen und hat sich in der Galaxis verstreut. Um die gigantischen Abgründe zwischen den Planeten zu überwinden, wurde ein komplexes Netzwerk aus Wurmlochkanälen geschaffen, und nur wer den Algebraisten – die mathematische Formel für die Wurmlochverbindungen – besitzt, kontrolliert dieses Netzwerk. Kein Wunder also, dass etliche Völker versuchen, den Algebraisten in ihren Besitz zu bekommen – und das mit allen Mitteln …

Meine Meinung:
Dieses Mal kann man dem Verfasser des Klappentextes nichts vorwerfen, denn die Zusammenfassung trifft die Handlung sehr gut, aber was Iain Banks hier von sich gibt, fordert die Fantasie des Lesers gewaltig. Wenn man sich das Volk der Dweller etwa als Räder vorstellen muss, die durch die Gasschwaden ihres Planeten rotieren, sie andererseits aber dann doch wieder Gebäude bewohnen, in denen es Bücherregale samt Büchern gibt und die Fortbewegungsmittel sich eher wie antike Piratenschiffe verhalten, ist das schon starker Tobak. Da hilft es auch nicht, dass unser Held über die Hälfte des Buches in einem Gasschiffchen unterwegs ist und so eingepfercht das große Geheimnis lüften will. Und das Buch hat dann auch in der Mitte einen Moment lang Leerlauf (etwa 100 Seiten lang), da schlicht und ergreifend nichts wesentliches passiert. Am Ende allerdings wird man nicht enttäuscht sein, denn die Auflösung ist klasse und die Hinführung dazu ebenfalls. Wäre nicht alles so dermaßen abgedreht, könnte man die Höchstwertung vergeben, aber so wird das Buch leider nur Harcore-SciFi-Fans gefallen und solchen, die einfach durchhalten.
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John Brimingham:
Der Effekt

Inhalt:
Der Tag, an dem die USA verschwanden ... Es ist ein Tag wie jeder andere … scheinbar! Denn an diesem Tag geschieht – ohne jede Warnung – das Unvorstellbare: Die Vereinigten Staaten von Amerika verschwinden in einem gigantischen Energieblitz. Alles weist auf einen perfiden Terroranschlag hin. Doch wer hat die Mittel, einen solchen Blitz herbeizuführen? Wer ist für den »Effekt« verantwortlich? Während die Welt ins Taumeln gerät, nehmen die Amerikaner, die den Anschlag überlebt haben, den Kampf auf.

Meine Meinung:
Ja, da hat der Klappentext bei mir doch etwas andere Erwartungen ausgelöst, daher die Warnung: wer glaubt, dass es in dem Buch um den Effekt der Energiekuppel geht und sich am Ende gar eine Auflösung erhofft, wird gnadenlos enttäuscht, denn von den 600 Seiten beschäftigen sich gerade mal vielleicht 20 direkt mit diesem Aspekt. Der Rest verteilt sich auf diverse Gruppierungen und deren hauptsächlich militärische oder politische Probleme. Der Fokus liegt aber klar auf diversen Kampfhandlungen zu Lande und zu Wasser. Das ist temporeich und spannend, hält den Leser aber aufgrund der Fülle an Figuren etwas auf Distanz. Die Handlungen um diese wesentlichen Personen werden zwar einigermaßen abgeschlossen, aber der Rest, vor allem das Rätsel um den Effekt, bleibt offen.
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Wolfgang Hohlbein:
Glut und Asche

Inhalt:
Gerüchte über rätselhafte Todesfälle führen die beiden Unsterblichen Andrej Delaney und Abu Dun nach London. Ein seltsames Schattenwesen von den Einheimischen Phantom genannt soll für die grausamen Morde verantwortlich sein. Auf der Jagd nach diesem Phantom treffen Andrej und Abu Dun auf eine Bande Straßenkinder, die scheinbar direkt aus Andrejs Vergangenheit kommen. Immer weiter verstricken sich die beiden in den gestellten Fallen, und Andrej landet schließlich im Kerker der Londoner Polizei. Da bricht ein Feuer aus, das ganz London zu verschlingen droht ...

Meine Meinung:
Da ist er nun, der elfte Teil der Chronik der Unsterblichen, optisch in neuem Gewand und in einem anderen Verlag erschienen, als die Vorgänger, aber dennoch eine klassische Fortsetzung. Und es ist ein zweischneidiges Schwert, denn während der Vorgänger fast alles richtig machte, geht Hohlbein hier in punkto Logik wieder einen Schritt zurück. Andrej und Abu Dun fallen wieder auf alte Tricks herein und vor allem Andrej hört nicht auf seine innere Stimme, was ihm viel Leid erspart hätte. Andererseits ist das Buch enorm spannend und extrem brutal, was stellenweise wieder an die Anfänge der Serie erinnert. Das brennende London im Showdown hat mich jedenfalls zum Schwitzen gebracht. Trotz kleiner formaler Mängel kann man den elften Teil wieder als gelungen bezeichnen. So langsam sollte Hohlbein aber einen Abschluss finden, denn einfacher wird es mit zunehmender Dauer nicht, alle Handlungsfäden zu einem sinnvollen Ganzen zu führen.
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Iain Banks:
Die Sphähren

Inhalt:
Bei ihrem Aufbruch ins All entdecken die Menschen über die ganze Galaxis verstreut künstliche Planeten, riesige Habitate, in deren Innerem sich mehrere Ebenen befinden. Diese Habitate wurden offenbar vor Millionen von Jahren von einem Volk erbaut, das längst verschwunden ist. Zu welchem Zweck, ist unklar. Dennoch besiedeln die Menschen diese Welten, nicht ahnend, dass sie damit ihren eigenen Untergang heraufbeschwören. Denn die Habitate sind eine gigantische Falle für die menschliche Zivilisation.

Meine Meinung:
Alle negativer Kritik zum Trotz habe ich das Buch gekauft, mit dem Vorteil mancher enttäschter Leser, dass ich wusste, das die Beschreibung auf dem Buchrücken zwar schon richtig ist, aber ein ganz anderes Buch erwarten lässt, als man bekommt. Es geht nämlich um zwei Geschichten: eine Art Fantasy Geschichte innerhalb einer der erwähnten Schalenwelten, in denen Prinz Ferbin Zeuge der hinterlistigen Ermordung seines Vaters wird und zusammen mit seinem Diener die Flucht ergreift, um nach Hilfe zu suchen. Die zweite Geschichte dreht sich um Ferbins Schwester, die sich als Spezailagentin mit übermenschlichen Fähigkeiten ausgestattet im All befindet und die vielen "niederen" Völker der Planeten beobachten und sich hier und da etwas einmischt. Beide Handlungen laufen aufeinander zu, als Ferbin beschließt, seine Schwester um Hilfe zu bitten und die Schalenwelt dazu verlassen muss. Es gäbe noch viel mehr zu erzählen und selbst dann könnte man sich kein richtiges Bild der Handlung machen. Ich habe noch nie etwas so Komplexes gelesen, das aber trotzdem funktioniert, denn man hat als Leser zwei Sichten: die Sicht des Volkes um Prinz Ferbin und die "göttliche Sicht" der hochentwickelten Völker, die mit ihren Schiffen durch die Galaxien kreisen. Extrem gut gefallen hat mir neben der faszinierenden Welt und der spannenden Geschichte, die am Ende noch eine Art Mystery-Faktor bekommt, der Humor. Die Dialoge zwischen Ferbin und seinem Diener sind einfach köstlich und auch die Darstellung der fremden, nichtmenschlichen Wesen. Am ehesten könnte man das Buch noch mit Star Wars vergleichen, das ähnlich bunt daherkommt und wo auch alles möglich ist. Dieses Buch ist aber wesentlich durchdachter.
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Michael Crichton:
Airframe

Inhalt:
Auf dem Nonstop-Flug von Hongkong nach Denver gerät plötzlich die Maschine der Transpacific Airlines außer Kontrolle. Dem Piloten gelingt eine Notlandung, doch einige Passagiere verlieren dabei ihr Leben. Als Casey Singleton den Auftrag erhält, die Ursachen dieses Unglücks aufzuklären, ahnt sie nicht, in welche Gefahr sie sich begibt. Denn ihre Ermittlungen stoßen auf viele Widersacher, die vor nichts zurückschrecken.

Meine Meinung:
Das Buch beginnt gleich turbulent mit der Notlandung eines Großraumjets, bei der neben vielen Verletzten auch drei Passgiere umgekommen sind. Was dann folgt ist eine wahre Flut aus Abkürzungen und Fachbegriffen aus der Welt der Flugsicherheit, zwar alle gut erklärt, aber man kann sich unmöglich alle merken und so liest man etwas skeptisch weiter, bis klar wird: für die Geschichte sind die meisten Begriffe nicht relevnat, aber man bekommt so ein wenig das Gefühl, an den Ermittlungen wirklich teilzunehmen. Und natürlich will man auch die Auflösung erfahren, was sich in dem Flieger wirklich ereignet hat, was einen immer bei der Stange hält. Ab der Mitte wird es dann richtig bedrohlich und den Clou hält sich Crichton für's Finale zurück. Ich habe das Buch übrigens in einem Flugzeug zu Ende gelesen, was eine ganz besondere Stimmung erzeugt :-)
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Ken Follet:
Die Kinder von Eden

Inhalt:
Ein kleines, verschwiegenes Tal in Kalifornien. Hier lebt seit den sechziger Jahren eine Hippie-Kommune. Nun aber soll ihr Dorf einem Stausee weichen. Doch die “Kinder von Eden” wollen sich nicht aus ihrem Paradies vertreiben lassen und greifen in ihrer Not zu einem wahnwitzigen Plan: Sie drohen der Regierung, ein Erdbeben stattfinden zu lassen, das entsetzliche Folgen haben wird. Niemand nimmt ihre Ankündigung ernst. Nur die junge FBI-Agentin Judy Maddox , die bereits auf der Abschußliste ihrer Vorgesetzten steht, hat ihre Zweifel und versucht, die Katastrophe zu verhindern. Aber dann überschlagen sich die Ereignisse ...

Meine Meinung:
Trotz einiger Kritiken, es gäbe bessere Werke des Autors, habe ich das Buch mit jeder Seite genossen. Interessant ist hier vor allem die Darstellung der "Guten" und der "Bösen": einerseits möchte man, dass Judy Erfolg hat und ihren egozentrischen Bossen zeigt, dass sie es drauf hat, andererseits fiebert man aber auch über lange Strecken mit Priest und seiner kleinen "Terrorgruppe" mit, wenn sie ihre Anschläge vorbereiten. Erst gegen Ende, wenn Follet das Tempo erhöht und sich auf allen Seiten Panik breit macht, werden die Sympathien eindeutig verteilt. Ein sehr spannendes Buch, das sehr interessante Möglichkeiten durchspielt.
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Ken Follet:
Das zweite Gedächtnis

Inhalt:
Ein Mann erwacht in einem dunklen, kalten Raum. Er öffnet die Augen und stellt fest, dass er auf dem Fußboden einer öffentlichen Toilette liegt. Und dass er sich an nichts mehr erinnern kann. Ohne einen Cent in der Tasche macht Luke, der Mann ohne Gedächtnis, sich daran, herauszufinden, was mit ihm geschehen ist. Bald wächst in ihm der schreckliche Verdacht, dass der Verlust seiner Erinnerung nicht auf natürlichen Ursachen beruht. Hat er etwas gewusst, das so brisant war, dass man ihm die Vergangenheit raubte, um ihn zum Schweigen zu bringen?

Meine Meinung:
Mein erster Roman von Ken Follet hat mich gleich dazu bewogen, weitere des Autors zu lesen. Von Beginn nimmt man an einer atemlosen Hetzjagd teil, wobei man natürlich vor allem mit Luke mitfiebert, ohne genau zu wissen, ob dieser nun wirklich eine Bedrohung darstellt oder das Opfer einer Intrige ist. Dabei stellt der Autor grandios in kurzen Rückblenden die Beziehungen der Charaktere zu einander dar, die sich aus Jugendtagen kennen und später auf unterschiedlichen Seiten stehen. Der Spannungsbogen reißt bis zur letzten Seite nicht ab, selbst nachdem das große Geheimnis gelüftet wurde.
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Richard Laymon:
Das Spiel

Inhalt:
Eines Tages erhalt die junge Bibliothekarin Jane Kerry einen Umschlag mit einem Fünfzig-Dollar-Schein und der Aufforderung, sich an einem ominösen „Spiel“ zu beteiligen: Wenn sie jeweils um Mitternacht eine bestimmte aufgabe löst, dann verdoppelt sich ihre Belohnung. Sie macht mit. Die ersten aufgaben sind noch leicht, doch sie werden härter – bis es für Jane kein Zurück mehr gibt: Das „Spiel“ artet zu reinstem Terror aus …

Meine Meinung:
Richard Laymon hat eine Art zu schreiben, der man sich nur schwer entziehen kann. Sprachlich auf einfachem, fast schon Jugendbuchniveau, aber inhaltlich starker Tobak, das ist sein Erfolgsrezept. Und so ist auch "Das Spiel" eine art perverse Schnitzeljagd, die für Jane immer gefährlicher für Leib und Leben wird, je weiter sie kommt. Positiv ist, dass man bis zur letzten Seite gnadenlos gut unterhalten wird, die Spannung nie abreißt und das Spiel immer extremere ausmaße annimmt und einen in die tiefsten menschlichen Abgründe mitreißt. Einziger Kritikpunkt ist der Schluss, denn Laymon weiß zwar noch ein paar Wendungen einzubauen, verzichtet am Ende dann aber völlig auf Logik und lasst den Leser etwas im Regen stehen. Das hat er mit anderen Werken schon besser hinbekommen. Nichtsdestotrotz muss ich zugeben, dass ich kaum ein Buch derart schnell durchhatte, denn es hat immerhin auch knapp 500 Seiten aufzuweisen.
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Anderas Brandhorst:
Äon

Inhalt:
„In einem kleinen Dorf in Kalabrien gibt es offenbar einen Jungen, der Wunderheilungen vollbringt. Schreiben Sie etwas darüber!“ Mit diesen Worten wird der Journalist Sebastian Vogler von seinem Chefredakteur in den Süden Italiens geschickt. Fest entschlossen, nicht irgendeinem Aberglauben zu verfallen, beginnt Vogler mit seinen Recherchen. Doch bald muss er erkennen, dass der junge Raffaele tatsachlich in der Lage ist, Menschen zu heilen. Und damit nicht genug: Es scheint eine merkwürdige Verbindung zu anderen Phänomenen dieser art zu geben. Vogler reist quer durch Europa, um das Rätsel zu lösen. Und er findet heraus, dass sich hinter Raffaele eine Verschwörung verbirgt, die nicht nur weit in die Vergangenheit reicht, sondern sich anschickt, die Zukunft der Menschheit für immer zu verändern. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt …

Meine Meinung:
Andreas Brandhorst war lange Zeit hauptsächlich als Übersetzer aufgetreten, vor allem der Terry Pratchett Bücher. Doch seit seiner Sci-Fi Serie um das Kantaki Universum hat er bewiesen, dass er auch als eigenständiger Autor eine große Nummer ist. Äon ist ein Einzelroman und klingt etwas nach Dan Brown, hat aber nur die religiöse Grundthematik gemeinsam. Der Autor baut ein Weltuntergangsszenario auf, das sich gewaschen hat und streut die historischen Ereignisse der Kinderkreuzzüge in Form von Rückblenden ein, bis sich am Ende ein komplettes Bild heruaskristallisiert. Tempo, Action und Spannung dominieren in dem Buch. Der Mystery-Faktor ist zwar auch gegeben, setzt aber nicht auf eine Schlusspointe, die alles über den Haufen wirft, sondern läuft einfach nebenher mit. Wer Endzeit-Geschichten mag, bekommt hier eine sehr interessante Varainte. Hoffentlich schreibt Brandhorst noch mehr solcher Bücher.
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Anderas Eschbach:
Das Marsprojekt (agebildet ist der fünfte Band)

Inhalt:
Das Marsprojekt ist ein fünfbandiges Werk von Andreas Eschbach, in dem es um eine Besiedelung des roten Planeten in nicht allzu ferner Zukunft geht. Eine zentrale Rolle spielen dabei die "Marskinder", die auf dem Mars geboren wurden und dort im Teenageralter Ereignisse auslösen, die nicht nur die Marrsiedler in Aufruhr versetzt, sondern auch Saboteure einer Gegenbewegung der Erde auf den Plan ruft. Der Mars brigt viele Gehimnisse und vielleicht auch Gefahren für die Menschheit.

Meine Meinung:
Was als Jugendbuch begann und eine spannende Geschichte mit einem offenen Ende abschloss, wurde ein paar Jahre spater glücklicherweise mit vier Bänden fortgesetzt, wobei jeder weitere Band den vorhergehenden übertrifft. Die zu Beginn noch einfache Handlung zerfällt im Laufe der Geschichte in viele Nebenplots, die aber allsamt wichtig sind und die Spannung erhöhen. Und wer Eschbach kennt, weiß, dass er sich noch ein paar Joker für das furiose Finale zurückhalt, die er dann geschickt ausspielt, bis das ganze Konstrukt eine runde Sache wird. Wir haben es hier zwar durchaus mit Science Fiction zu tun, angereichert mit etwas Fantasy, aber es spielen auch Elemente in die Handlung, die man eher von Politthrillern kennt. Und wenn das alles nicht reichen sollte, hat man noch immer das große Geheimnis, das den Mars umgibt. Mehr darf man zur Handlung eigentlich nicht verraten. Man sollte sie beim Lesen mit den Marskindern und Forschern selber entdecken.
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Wolfgang Hohlbein:
Die Chronik der Unsterblichen - Göttersterben

Inhalt:
Das Sterben von Göttern. Ist es das, was andrej und abu Dun nach Spanien lockt? Die Zeiten sind unruhig. Spanien und England befinden sich am Rande eines Vernichtungskrieges. Und die alten Götter nutzen die Zeit der Verwirrung, um aus alter Macht neue Macht erwachsen zu lassen. Und mittendrin ist Andrej ...

Meine Meinung:Der mittlerweile zehnte Teil der Chronik der Unsterblichen weiß nach zwei schwächeren Einlagen endlich wieder zu überzeugen. Seit dem ersten Band sucht der Vampyr Andrej nach seiner Herkunft und seiner Bestimmung. Er altert kaum und es ist enorm schwer ihn zu töten. Grund dafür ist die Bestie, die in ihm wohnt und die er im Blutrausch nur schwer zu bändigen vermag. Zusammen mit Abu Dun, der im Verlauf der Handlung ebenfalls zum Vampyr wird, reißen sie durch die Welt und die Zeit und tauchen meist dort auf, wo es kriegerische Auseinandersetzungen gibt, denn dort finden sie andere Wesen ihrer Art. So auch im zehnten Teil, der entgegen Hohlbeins ursprünglicer Aussage nicht der letzte ist. Hat er zwischen Band 4 und 9 irgendwie den roten Faden verloren und nur noch Einzelgeschichten erzählt, so baut sich nun endlich wieder eine Kontinuität auf, die sich von Buch zu Buch zieht, was gut ist, da sonst die tolle Serie in die Bedeutungslosigkeit geführt würde. Hoffen wir, dass es in diesem Stil weitergeht und die Serie irgendwann sinnvoll abgeschlossen wird. Nach den ersten vier Banden ist dieser hier der beste.
Cover

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Replay - Das zweite Spiel

Inhalt:
Jeff Winston stirbt am 18. Oktober 1988 in seinem Büro an Herzversagen. Als er das Bewusstein wiedererlangt, ist es Mai 1963 - und er befindet sich in jenem College, in dem er einst seinen Hochschulabschluss gemacht hat. Offensichtlich ist es ihm vergönnt, sein Leben ein zweites Mal zu leben, mit der Chance, es besser zu machen. Doch bald muss er feststellen, dass das Sterben und Wiedererwachen kein Ende nimmt.

Meine Meinung:
Dieses Buch ist eine unterhaltsame, spannende und originelle "Und täglich grüßt das Murmeltier"-Variante mit ungewissem Ausgang. Jede Episode verläuft anders, da Jeff sätliche Erinnerungen an alle gelebten Leben behält und es gibt auch die eine oder andere unerwartete Wendung im Verlauf der Handlung. Jedes weitere Wort würde zu viel verraten, daher spreche ich an dieser Stelle meine ausdrückliche Empfehlung aus, vor allem an Leser, die gerne "Was-wäre-wenn"- oder Zeitreisegeschichten mögen.
Und noch ein wichtiger Hinweis: die Neuauflage beinhaltet ein Vorwort von John Grant, das man auf keinen Fall vor dem Buch lesen sollte, da zu viele Details verraten werden (eigentlich fast alles). Ich habe dies zum Glück nach wenigen Sätzen erahnt und abgebrochen. Als Nachwort ist es aber prima.
Ulrich Holweger
www.uli-holweger.de